Nonnen in Las Vegas – Glücksspiel mit göttlichem Segen

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Nonnen in Las Vegas – Glücksspiel mit göttlichem Segen

Zur kalten Jahreszeit haben nicht nur Brettspiele Hochkonjunktur, sondern auch Onlinecasinos zählen deutlich mehr Besucher als im Sommer, wenn die Tage länger und wärmer sind. Seit einigen Tagen sorgt eine Schlagzeile im Internet für Furore: Zwei Nonnen aus der amerikanischen Stadt Los Angeles sollen über 10 Jahre lang 500.000 US-Dollar in Las Vegas verspielt haben. Wie es dazu kam und was hinter der Geschichte steckt, die auch in der Washington Post veröffnentlich wurde, haben wir für Sie kurz zusammengefasst.

Zwei Nonnen in Vegas

Ordensschwester beim Gebet

Beten, dass die Kugel auf Rot fällt – Quelle: Pixabay

Bei den beiden Nonnen handelte es sich um eine Direktorin sowie eine Lehrerin einer katholischen Schule in Los Angeles. Da es sich nicht um eine staatliche Schule handelte, wurden jährliche Schulgebühren fällig. Diese nutzen die beiden Nonnen zum Teil wohl für ihre Freizeitaktivitäten im Casino in Las Vegas. Soweit so unmoralisch und unchristlich – doch die Summe ist es, die die Geschicht so unglaublich macht.

500.000$ über zehn Jahre

Die beiden Ordensschwestern des Ordens “Sisters of St. Joseph of Carondelet” aus Kalifornien haben neben den Schulgeldern wohl auch Spendengelder veruntreut. Dies haben sie auf relativ primitive Weise getan, denn es wurden schlichtweck Schecks auf ein anderes Konto umgeleitet. Im Laufe der zehn Jahre kamen so stattliche 500.000 Dollar zusammen. Dieses Geld nutzten die beiden, um sich ihre regelmäßigen Reisen nach Las Vegas zu finanzieren. Doch sie beließen es nicht bei den Kosten für die Reise an sich, sondern nutzten das Geld auch, um es in Las Vegas in Casinos zu verspielen. Verspielen deshalb, weil sie im Casino nie etwas gewonnen, sondern letztendlich das komplette Geld verspielt haben.

Wie man ihnen auf die Schliche kam

Scheckbetrug

Per umgeleiteter Schecks wurde die Speilleidenschaft finanziert – Quelle: Pixabay

Dass die Veruntreuung über 10 Jahre lang nicht auffiel, ist erstaunlich, denn letztendlich hätte sie im Rahmen einer einfachen Buchprüfung auffliegen müssen. So geschah es auch jetzt, denn ein alter Scheck, der zwar eingelöst aber nie auf dem Konto der Schule einging, verriet sie schlussendlich. Nun standen aber beide Damen ohnehin bereits kurz vor ihrer (nicht) wohlverdienten Rente, denn die Buchprüfung wurde anlässlich des Rektorenwechsels vollzogen. Da das Geld verspielt ist – so zumindest der aktuelle Stand der Dinge – können die Ordensschwestern, die 29 Jahre lang an der Schule unterrichteten, es nicht zurückzahlen. Allerdings sprang ihr Orden für sie ein und sagte zu, das Geld zurückzuerstatten.

Wie geht es weiter?

Der Schulpfarrer, Michael Meyers (kommt Ihnen der Name auch so bekannt vor?), schrieb ein Entschuldigungsschreiben an die Eltern und beteuerte darin, die Bildung der Kinder habe unter dem Skandal nicht gelitten. Glaubt man einigen Eltern, sei dies aber keineswegs der Fall, denn es seien viele Projekte während der Schuldzeit der Kinder verschoben oder aufgehoben werden, da es – so die Stellungname seinerzeit – an Geld mangelte. Die Nonnen haben laut ihres Ordens tiefe Reue gezeigt und würden mit den Ermittlern eng zusammenarbeiten. Sie scheinen also aus dem Fall ohne Freiheitsstrafe davonzukommen.

Glücksspiel ist allgegenwärtig

Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, dass Glücksspiel heute in der Gesellschaft allgegenwärtig ist. Selbst denjenigen, denen man es am wenigsten zutraut, vertreiben sich gerne die Zeit im Casino oder im Onlinecasino. Allerdings zeigt es auch, dass man stets mit Verantwortung spielen sollte, denn wie das Beispiel zeigt, kann bei entsprechend veranlagten Menschen auch schnell eine Sucht entstehen, die dazu führt, dass mehr Geld ausgegeben wird, als man tatsächlich hat.

Tipps zur Suchtprävention im Onlinecasino

Wenn Sie in einem Onlinecasino spielen ist die Gefahr ebenfalls vorhanden, denn über Kreditkartenzahlungen ist es durchaus schnell möglich, sich zu verschulden. Setzen Sie sich daher vorher stets ein festes Limit und bleiben Sie innerhalb Ihres Rahmens. Verfallen Sie außerdem nie dem fatalen Trugschluss, dass das nächste Spiel am Slot oder dem Roulettetisch wahrscheinlich ein Gewinn wird, weil Sie mehrere Runden hintereinander verloren haben. Den berühmten und ebenso fatalen Satz “Jetzt war fünf Mal rot, jetzt kommt bestimmt Schwarz” sollten Sie als Warnung nehmen, denn jedes Spiel hat immer wieder aufs Neue die gleichen Chancen – das Resultat des aktuellen Spiels ist stets vom Ausgang des vorherigen Spiels unabhängig. Dies gilt für das Casino im Internet ebenso wie für Spielhallen oder Casinos in Las Vegas. Das haben die beiden Ordensschwestern schmerzhaft erfahren müssen.

Wir empfehlen Ihnen zudem, stets darauf zu achten, dass das Onlinecasino, in dem Sie spielen, sicher und vertrauenswürdig ist. Denn ein betrügerisches Casino kann Sie ebenfalls um Ihr Geld bringen, das Sie je nach gewählter Zahlungsmethode unter Umständen nie zurückerhalten werden.

Kein Einzelfall

Der Fall mit den beiden Nonnen war in den USA übrigens kein Einzelfall. Erst im Jahr 2013 gab es einen ähnlichen Fall, bei dem eine Nonne im Bundesstaat New York aus zwei Kirchengemeinden insgesamt 130.000 Dollar unterschlagen und sie ebenfalls im Casino verspielt hatte. Seinerzeit musste die Nonne 90 Tage ins Gefängnis und das komplette Geld zurückzahlen.